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42 Studierende des Lippe-Berufskollegs zeigten ihre Projektarbeiten, die vom Aufwand „durchaus mit einer Diplomarbeit vergleichbar“ waren!

LIPPSTADT 18.11.2008 - Es knistert vor Spannung im Forum des Lippe-Berufskollegs. Das liegt nur zum Teil an der eindringlichen Stille im Zuschauerraum. Denn vor allem sind es die Männer und Frauen auf dem Podium, die während ihrer Präsentationen spürbar nervös wirken. Eine Prüfungs-Atmosphäre herrschte am Wochenende im Lippe-Berufskolleg, als 42 Studierende der Fachschule für Technik einem interessierten Publikum ihre Projekte vorstellten.

Unter den Gästen befanden sich die Landtagsabgeordnete Marlies Stotz, der Landtagsabgeordnete Werner Lohn, der stellvertretende Landrat Rolf Strothkamp, Wirtschaftsförderer Wilhelm Coprian und Lippstadts stellvertretender Bürgermeister Wilhelm Glarmin. Neun Projekte haben die Studierenden in den vergangenen Monaten umgesetzt. Drei Wochen vor den Sommerferien haben sie mit ihrer Arbeit in den Bereichen Maschinenbautechnik oder Elektrotechnik begonnen. Vor den Herbstferien schlossen sie schließlich ihre Projektarbeit ab.

Erst nächste Woche zieht für die Teilnehmer wieder der normale Schulalltag ein, wie der Technik-Abteilungsleiter Jürgen Leimeier erklärte. Die öffentliche Präsentation der Projekte ist für die Studierenden das „Schmuckstück" der Ausbildung und vom Aufwand „durchaus mit einer Diplomarbeit vergleichbar", erklärte Leimeier. Bei der Präsentation setzten sich indes die Studierenden unter anderem mit Themen wie der „Virtuellen Entwicklung einer Anhängerkupplung", der „Entwicklung eines Prüfablaufs für einen Operationstischs" oder der „Entwicklung eines mobilen Prüfstandes für Photovoltaik-Module" auseinander.
„Wir haben einen mobilen Prüfstand entwickelt, der die Leistung eines Photovoltaik-Anlagen-Moduls genau misst. Das ist fast so, als wenn die Anlage geeicht würde", versuchte Dennis Menzel sein Projekt zu umschreiben. Überhaupt zeichnen sich die einzelnen Projekte durch Erfindungsreichtum aus. In der Regel geht es für die Studierenden darum, die Verbesserung des Sicherheitsstandards zu fördern oder Maschinen- oder Geräteteile zu entwickeln, die dazu beitragen, dass in den Unternehmen der Arbeitsprozess verkürzt und Kosten eingespart werden.

„Deutschlands Innovationskraft hängt wesentlich von der Verfügbarkeit gut ausgebildeter Wissenschaftler, Ingenieure und Techniker ab", brachte es schließlich Schulleiter Gerhard Kleinsorge auf den Punkt. Entsprechend wichtig sei laut Kleinsorge ein Bildungssystem, das „den qualifizierten Nachwuchs hinreichend schult und fördert". Team_Schmuckstuecke

Teamvorstellung des Projektes von links: Robert Kühmann, Reinhold Niehaus, Dennis Menzel (Projektleitung)
und Sebastian Roderfeld

 

Zur Person Dennis Menzel

Dennis_Portrait

Als staatlich geprüfter Techniker ist Dennis Menzel (28) für die technische Leitung bei der Firma Reimann Solar GmbH verantwortlich. Seit mehr als neun Jahren begleitet er die Photovoltaiktechnologie und übernahm somit auch die Projektleitung der Abschlussarbeit.